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TANGOSUITE
Choreographische Reisen durch
die Welt des Tango Argentíno
Eine Kooperation des Carl Orff Institutes
für Elementare Musik- und Tanzpädagogik,
der österreichischen Academía Nacional del Tango Austría
und des Gymnasiums St. Ursula
unter der Leitung von Sonja Stibi
Donnerstag, 3. April 2014
Freitag, 4. April 2014
Samstag, 5. April 2014
19.30 Uhr
Theater St. Ursula
Aignerstraße 135
5061 Salzburg
TANGOSUITE
Choreographische Reisen durch die Welt des Tango Argentíno
Besonderheiten des Tango Argentíno
Das Projekt „Tangosuite“ unternimmt Streifzüge durch die Welt des Tango Argentíno, der seit
September 2009 von der Unesco als immaterielles Kulturerbe der Menschheit gezählt wird
und gegenwärtig eine Renaissance erlebt.
Aus den desillusionierten Träumen europäischer Immigranten und dem Konglomerat
von Musiken und Tänzen verschiedenster Kulturen entstand der Tango am Ende des 19.
Jahrhunderts am Rio de la Plata und hat sich von Buenos Aires und Montevideo aus in der
ganzen Welt verbreitet.
Tango Argentíno – der so gar nichts gemein hat mit unserem europäischen Tango – variiert
stark in Temperament, Rhythmus und Geschwindigkeit und lässt so den Tangotänzern
einen weiten Spielraum zur Improvisation. Ursprünglich als Musik der armen Vorstädte, der
Hafenkneipen und Bordelle von der Oberschicht geächtet, erlangte der Tango seinen großen
Durchbruch um 1910 als Pariser Modetanz.
In tänzerischer Hinsicht zeichnet sich der Tango Argentíno vor allem durch sein
improvisatorisches Grundkonzept aus. Charakteristisch ist die Improvisation, das Spiel mit
Schrittelementen, Drehungen, Ornamenten und Figuren, die in verschiedener Weise und der
Interpretation der Musik entsprechend kombiniert werden können: Voleo, Gancho, Ocho,
Quebrada, Corte, Cruzada, Enrosque, Sacada und viele mehr.
Im Sinne einer Tanzsuite verknüpft das Stück „Tangosuite“ eine Folge von Tanzsätzen, welche
sich im Hinblick auf Charakter, Tangostil und Epoche sowie Arrangement voneinander
unterscheiden. Dabei verbinden sich zeitgenössische Choreographien mit dem von
Tangopaaren getanzten und von der Improvisation lebenden Tango Argentíno in seinen drei
charakteristischen Formen Tango, Milonga und Valse.
Studierende des Carl Orff Institutes entwickelten in der Auseinandersetzung mit der dem Tango
Argentíno eigenen Musik und charakteristischen Bewegungssprache eigene zeitgenössische
Choreographien, die typische Elemente des Tangos (insbesondere Ornamentik der Beine und
Füße, Expression des unteren Bewegungsapparats, Tanz in Paaren, Spiel mit den Achsen etc.)
aufgreifen und neu verarbeiten.
Die Choreographien werden von Studierenden sowie von Schülerinnen des Gymnasiums St.
Ursula getanzt.
Künstlerische Leitung: Sonja Stibi
„Der Tango ist ein trauriger Gedanke, den man tanzen kann.“
(Enrique Santos Discépolo, Komponist)
Je nach Stilistik und Epoche sind dabei bestimmte tänzerische Formen und Merkmale
vorherrschend. Während manche Stile das Hauptaugenmerk auf die Tanzhaltung des Paares
legen – also den so genannten „dramatischen Apparat“ im oberen Raum – fokussieren
andere Stile vor allem den „expressiven Ausdrucksapparat“ des unteren Raumes, kurz: die
interessante und virtuose Fuß- und Beintechnik.
Festgelegte Formen und Choreographien kennt der Tango Argentíno im Unterschied zum
Tango als Standardtanz nur als Bühnentango.
Stets waren und sind Tänzer und Tanzlehrende darum bemüht, ihren Tanz immer weiter zu
entwickeln und mit neuen Elementen zu bereichern.
****
In musikalischer Hinsicht ist vor allem die Bedeutung der verschiedenen Arrangements von
Tango-Kompositionen hervorzuheben.
So existieren von einer Komposition zahlreiche Varianten, die von verschiedenen Orchesterleitern ganz unterschiedlich arrangiert und interpretiert wurden.
Jedes Orchester zeichnet sich seinem Leiter entsprechend durch eine besondere Besetzung,
einen ganz unverwechselbaren Stil und eine individuelle Form und Stilistik der Interpretation
aus, die beispielsweise eher rhythmusbetonte Akzente (Juan D’Arienzo) setzte oder sich
auch durch verspielte Arrangements, Einführung der Synkopierung und des Kontrapunktes
(Osvaldo Pugliese) sowie konzertante Interpretationen (Astor Piazolla) hervorhob. Mitunter
führte dies sogar zu einer spezifischen Stil-Bezeichnung, wie im Fall von Anibál Troilo der
„sonido troilo“.
PROGRAMM
Sebastián Piana &
Homero Manzi
Interpretation:
Hugo Díaz y su Conjunto
Vicente Greco &
Gerónimo Gradito
Interpretation:
Quinteto Pirincho
Milonga triste
Choreographie:
Sonja Stibi & Studierende
Tanz: Studierende Carl Orff
Institut
Agustín Bardi
Interpretation:
Orquesta Osvaldo Pugliese
Gallo ciego
Choreographie:
Sonja Stibi & Studierende
Tanz: Studierende Carl Orff
Institut
El flete
(Canyengue)
Tanz: Carlos Maturano,
Heide Schmollgruber
Amor y cielo
(Vals)
Tanz: Carlos Maturano,
Heide Schmollgruber
Gerardo Matos Rodríguez
Interpretation:
Quinteto Pirincho
La cumparsita/
Ventanita
Florida
Alfredo F. Roldán /
Miguel Padula
Interpretation:
Orquesta Juan D’Arienzo
Choreographie:
Ruth Burmann
Tanz: Studierende
Carl Orff Institut
Astor Piazolla
Interpretation:
Orquesta Aníbal Troilo
Verano porteño
Antonin Cipolla
Interpretation:
Orquesta Francisco Canaro
Milonga brava
Tanz: Eloy Prím,
Susanne Seefried
Choreographie:
Sonja Stibi & Studierende
Tanz: Eloy Prim, Susanne
Seefried, Studierende
Carl Orff Institut
Libertango
Astor Piazolla
Arrangement &
Interpretation:
Linda Suschko
Milonga del Ángel
Choreographie:
Linda Suschko
Tanz: Schülerinnen
St. Ursula, Kl. 5R
Choreographie:
Marina Razumovskaja
Tanz: Schülerinnen
St. Ursula, Kl. 7R
Agustín Bardi
Interpretation:
Orquesta José Basso
La Guiñada
Astor Piazolla
Interpretation:
Moscow City Symphony
„Russian Philharmonic“ &
Phonograph Jazz Band
unter der Leitung von
Sergey Zhilin
Choregraphie:
Bettina Umlauf
Tanz: Schülerinnen
St. Ursula, Kl. 5R
Nocturna
(Milonga)
Vicente Greco
Interpretation:
Orquesta Julio de Caro
Ojos negros
Julián Plaza
Interpretation:
Orquesta Enrique Francini
& Armando Pontier
Tanz: Carlos Maturano,
Eloy Prím, Heide
Schmollgruber,
Susanne Seefried
Choreographie: Sonja Stibi
Tanz: Carlos Maturano,
Heide Schmollgruber,
Studierende Carl Orff
Institut
Gran Tango
Carlos Gardel
(Musik, Gesang)
Alfredo Le Pera
(Text)
Por una cabeza
Astor Piazolla
Interpretation:
Tango Ensemble Salzburg
Choreographie:
Marina Razumovskaja
Tanz: Studierende
Carl Orff Institut
Mariano Mores
Interpretation:
Jorge Arduh
Tanguera
Choreographie: Janina Rubin
Tanz: Schülerinnen
St. Ursula Kl. 5R+6R,
Studierende Carl Orff
Institut
Choreographie:
Lisa Ellecosta
Tanz & Gesang:
Schülerinnen St. Ursula,
Kl. 6R, Studierende
Carl Orff Institut
MUCHACHA
EL VALS DE LOS RECUERDOS
Tango 1956, Musik und Text: Jesús Rilo Suárez & Luis Caruso
Vals, Text: Homero Manzi
Muchacha, no llores, no importa nada.
Hay una vida
y más vale vivirla que llorarla.
Si hoy una pena traicionó tu alma
La vida tiene el sueño de una mañana.
Muchacha, no llorés, hay que olvidar.
Girl, do not weep, nothing else really matters.
There is a life
And it’s best to live it than to weep about it.
If today, a sorrow betrayed your soul
Life has the dream of a tomorrow.
Girl, do not weep, it should be forgotten.
Las notas de esta tango
están diciendo: olvida, muchacha,
ríe y baila que el amor convida.
Encontrarás tal vez en esta noche quien
vuelque en tu vida un fiel querer.
Muchacha, ríe y baila,
mi canción te invita
a ser la muchachita feliz que fuiste ayer.
The notes of this tango
Are saying: forget, girl,
laugh and dance, the love that invites you.
You’ll find perhaps in this evening someone
who will tip your life a faithful love. Girl,
laugh and dance,
my song invites you
to be the happy girl that you were yesterday.
Muchacha, no llorés, no importa nada.
Hay una vida y más vale vivirla que llorarla.
La noche es breve,
por qué hacerla triste?
Acuérdate que un día sonreíste.
Muchacha hay que olvidar, ven a bailar.
Girl, do not weep, nothing else really matters.
There is a life and it’s best to live it than to
weep about it.
The night is short, why make it sad?
Remember that one day you’ll smile again.
Girl, just forget about it, come and dance.
El tiempo se asoma detrás de mi sueño.
Frío de las horas que no han de volver.
Sombra de la higuera del patio del fondo
Mojando recuerdos en mi atardecer.
Die Zeit erhebt sich hinter meinem Traum.
Kälte der Stunden, die nicht zurückkommen
sollten. Der Schatten des Feigenbaums hinten
im Hof / Träufelt Erinnerungen in meine
Abenddämmerung.
Eco de los nombres que borró la muerte,
cantos de la infancia, cosas del ayer.
Aunque con los ojos trato de perderte,
vuelves con las sombras del anochecer.
Widerhall der Namen, die gelöscht sind vom
Tod, Lieder der Kindheit, Dinge von gestern.
Und wenn ich die Augen auch davor
verschließe, / Du kommst mit dem
Abenddunkel zurück.
El vals, el vals de los recuerdos.
Cantar, cantar del corazón.
Al son, al son de mis nostalgias.
Canción, canción de evocación.
Der Vals, der Vals der Erinnerung.
Gesang, Gesang des Herzens.
Dem Drang, dem Drang meiner Sehnsüchte,
ein Lied, ein Lied der Rückerinnerung.
Silban los muchachos del barrio olvidado.
Música de ausencia suena la canción.
Retornar de auroras que como palomas
Volaron del nido de mi corazón.
Es pfeifen die Jungs des vergessenen Viertels.
Musik des Verlustes klingt aus dem Lied.
Rückkehr der Morgenröten, die so wie Tauben
dem Nest meines Herzens entflogen sind.
Música del barrio muele sus tristezas en el
organito de la evoación.
Sombra de la higuera del patio del fondo.
Vals de los recuerdos, vals del callejón.
Musik der Vorstadt zermahlt ihre Trauer
In der Drehorgel der Rückerinnerung.
Schatten des Feigenbaums hinten im Hof.
Vals der Erinnerung, Vals der kleinen Gasse.
ES TANZEN
Tango Argentíno
Carlos Maturano (Argentinien), Heide Schmollgruber (Österreich),
Eloy Prím (Argentinien), Susanne Seefried (Deutschland)
Studierende des Carl Orff Institutes
Lisa Ellecosta, Marina Razumovskaja, Janina Rubin, Linda Suschko, Bettina Umlauf
Schülerinnen des Gymnasiums St. Ursula
5R
Sarah Bernegger, Sophie Heinrich, Clara Holzer, Ghazal Honarmand,
Sabrina Kastner, Tina Kittelberger, Anna-Lena Kurz, Konstanze Reiger,
Valerie Schulte, Victoria Schulte
6R
Sophie Berghäuser, Ella Breitfuß, Pia Lehner, Lena Steger, Eva Wallinger, Anny Xu
7R
Pia Gachowetz, Maria Grgic, Clara Kirchgatterer, Sarah Pröll, Victoria Rößlhuber,
Julia Wallinger
Gesamtkonzept & Regie: Sonja Stibi
Technik: Andreas Greiml, Anna Ramsauer (Licht), Peter Hawlik (Ton)
Bühne: Thomas Hofmüller, Sebastian Pracher
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